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Tel./Fax: 0201-1775140/41
Rhönrad-Disziplinen
 
Das Rhönrad besteht aus zwei gleich großen, kunststoffum- mantelten Stahlreifen, die durch sechs Sprossen mitteinander verbunden sind. Man unterscheidet zwei Griffsprossen (dort sind die Griffe angebracht), zwei Brettsprossen (an denen die Bretter befestigt sind) und zwei Spreizsprossen. Ausserdem sind gegenüber von den Brettern auch Griffe an den Reifen befestigt.
Der Turner kann sich im Rhönrad in den Bindungen - die an den Brettern befestigt werden - oder ohne Bindungen bewegen.

Beim
Geradeturnen (mit und ohne Musik) bewegt sich das Rhönrad rollend auf beiden Reifen.
Der Turner befindet sich dabei innerhalb des Rades oder auf dem Rad und bestimmt durch Körperverlagerung die Bewegungs- richtung. Beim Geradeturnen unterscheidet man zwischen zentralen und dezentralen Übungen. Bei den zentralen Elementen befindet sich der Turner überwiegend im Radmittelpunkt, wärend er sich bei den dezentralen Elementen überwiegend ausserhalb des Radzentrums befindet, wodurch eine besondere Schwungwirkung erzielt wird. Bei den Übungen unterscheidet man zwischen A-, B-, C- und D-Teilen (Schwierigkeitsteile), die innerhalb einer vorgeschriebenen Anzahl von Bahnen (eine Bahn entspricht 2 bis 2 1/2 Radumdrehungen) geturnt werden müssen.
Beim Geradeturnen mit Musik versucht der Turner zusätzlich, die Musik durch seine Bewegungen zu interpretieren. Dabei werden die Ausführungs- und Haltungsvorschriften des "traditionellen" Geradeturnens variiert. Der Aktive kann seine Kür in Harmonie zur Musik weitgehend frei "gestalten".
Die Fläche beim Geradeturnen ist 3m x 23 m (plus Sicherheitszone) gross.

 
Beim
Spiraleturnen wird das Rhönrad angekippt und auf einem Reifen kreisförmig auf dem Boden bewegt. Der Turner befindet sich dabei innerhalb des Rades und sorgt durch entsprechende Gewichtsverlagerung des Körpers für die Radbewegung. Man unterscheidet zwischen der "Grossen Spirale, bei der der Neigungswinkel des Rades über 60° liegen muss und der "Kleinen Spirale", die einen Neigungswinkel von weniger als 30° haben sollte. Beide Spiralearten sind in den Übungen vorgeschrieben. Die Wettkampffläche beim Spiraleturnen ist 13m x 13m (plus Sicherheitszone) gross.
 
Der
Sprung wird bisher nur von den Männern gezeigt. Der Turner setzt das Rad von aussen in Bewegung. Nach einem schnellen Anlauf und einem kräftigen Absprung gelangt der Turner auf bzw. über das Rad. Es werden Strecksprünge, Überschläge oder Salti gezeigt.
 
Text: Monika Engelmeier